Da sitzt man Sonntagabend vor der halb gepackten Reisetasche, bereit die letzten Vorbereitungen zu treffen, als das Handy mit einem leisen >>Pling<< eine neue Mail ankündigt. Nichts wichtiges erwartend öffnet man die Google-Mail-App, die Nachricht stammt von der Lufthansa. Your flight has been cancelled.
Ja, schöne Neuigkeiten. Und vor allem so zeitnah. Kurz bevor man eigentlich pennen gehen wollte, um den Flug nicht noch zu verpassen. Aber nun hieß es für meine Freundin und mich: Daueranrufe auf den drei Servicenummern der Lufthansa absetzen, die natürlich alle permanent belegt waren. Das Sicherheitspersonal am Düsseldorfer Flughafen legt die Arbeit nieder und unzählige Flüge werden betroffen sein, also rufen etliche Menschen gleichzeitig dort an. Konnte also dauern. Es war mir mittlerweile schon ziemlich egal, wie – doch Hauptsache ich würde am nächsten Tag irgendwie in Paris ankommen. Und wenn es zehn Stunden Zugfahrt sind, hey, das kann auch lustig sein! Doch egal wie oft man es versuchte, man bekam doch wieder nur aggressionsinduzierende Bandansagen zu hören. Bis wir eine vierte Rufnummer fanden und sofort durchgestellt wurden. Normalerweise wäre das schon genug Glück für einen Tag, doch der freundliche Mensch am Ende dieser Leitung konnte uns sofort umbuchen und so flogen wir eben über Frankfurt. Auch gut!


An den ersten beiden Tagen unseres Ausflugs zeigte sich Paris ziemlich verregnet. Und nicht in einer Art, der man noch eine gewisse Ästhetik zugute kommen lassen kann, eher als kleine, nervtötende Sprenkler. Aber für zwei Tage geht das schon mal. Paris ist ja auch im Regen noch sehr schön anzusehen. Wir zogen ein wenig durch die Straßen und Galerien und machten auch ein paar Fotos dabei. Sicher hätte das mit Sonnenschein alles noch schöner ausgesehen, aber… egal, Paris halt! <3







Ich fand ja so ziemlich alle Pariser Gebäude schön und auch ihr fast schon einheitliches Farbschema ist ziemlich reizvoll, doch die architektonischen Highlights der ersten zwei Tage lagen woanders. Und zwar einmal in der wahrlich beeindruckenden Kuppel des Galeries Lafayette. So überfüllt es auch ist und übertrieben vollgepackt mit Artikeln, deren Preise ich mir lieber gar nicht ansehen wollte – das Ding fetzt schon. Natürlich kannte ich es bereits von einigen Fotos, wenn man aber nun selbst da steht ist es immer noch was ganz anderes.
Auch sehr gut gefiel mir das (weitaus kleinere) Dach der Galerie Colbert. Das musste ich jedoch ein bisschen mehr bearbeiten weil es mir zu viele störende Elemente besitzt (und weiß ist es auch nicht).



Die Wettervorhersage für den nächsten Tag prognostizierte gutes und tatsächlich gab es einen Sonnenaufgang zu sehen, den wir ganz klischeekonform am Eiffelturm verbrachten. Fotos davon beim nächsten Mal!