Paris | Part 5

Wir hatten uns vorgenommen, Paris von oben anzuschauen. Es stellte sich nur die Frage, von wo aus das denn am schönsten wäre. Naheliegend war der Eiffelturm, doch gibt es da ein Problem: wenn man auf dem Eiffelturm steht, sieht man ihn im Panorama nicht. Die Alternative fand sich schnell im Tour Montparnasse, der den Vorteil bietet, dass man ihn gar nicht sehen will. Ein schönes Gebäude ist das wahrlich nicht, aber es hat ein Dach, das man gegen 9 Euro begehen darf. Und dann kann man dort stundenlang Paris von oben in allen Himmelsrichtungen fotografieren. Das wechselhafte Wetter brachte uns verschiedene Lichtstimmungen, das war sehr schön.



Am nächsten Tag fanden wir noch einen weiteren, nicht ganz so hohen Platz über den Dächern – auf der Dachterasse des Kaufhauses Printemps. Einfach in den obersten Stock fahren und hinausgehen. Später liefen wir relativ ziellos umher. Die Pariser Straßen eignen sich hervorragend für Straßenfotos… das ist einfach alles so hübsch!







Den Sonnenuntergang wollten wir eigentlich vom Triumphbogen aus fotografieren, als wir gerade hochgehen wollten, verabschiedete sich die Sonne aber vorzeitig. Also hatten wir noch etwas Zeit für einen kurzen Umweg über La Défense (was ich für ein Vergleichsfoto der beiden großen Pariser Bögen nutzte) und von dort aus ging es dann zum Louvre.




Paris | Part 3

Blauer Himmel, Sonne und hübsche Wolken – perfekte Bedingungen für Architekturfotografie. Also ging es wieder nach La Défense um die Speicherkarte mit Hunderten Fotos von tollen Gebäuden zu füllen. Das hier ist übrigens nur der erste Teil; ich habe das der Übersichtlichkeit halber in zwei Artikel aufgeteilt.














Paris | Part 2

Kurz nach 5 Uhr aufzustehen ist grundsätzlich ziemlich ekelhaft. Begeht man eine solche Grausamkeit jedoch mit dem Ziel, den Eiffelturm in der aufgehenden Sonne zu fotografieren, gleicht sich das ein wenig aus. Und so nahmen wir noch vor dem Erwachen der Stadt die Metro zum Trocadero und näherten uns von dort an dem Tour Eiffel. Natürlich ist das alles total klischee- und touristenhaft, doch man sollte das Ding mal gesehen haben wenn man schon in der Nähe ist. Ziemlich beeindruckend. Deshalb machte ich auch eine Menge Fotos aus allen möglichen Perspektiven.

Außer uns war fast niemand am Start, was interessant wirkte, da ich die Gegend nur von Fotos kannte die unzählige Menschen zeigten. Aber das war wohl der Uhrzeit zu verdanken. Und den füßegefrierenden Temperaturen, natürlich. So lang die Sonne noch blieb zogen wir durch die Straßen, vorbei am Invalidendom und als dann doch wieder die Wolken dominierten in die nächste Metro Richtung Apartment und Frühstück.

Später stand ein weiteres bekanntes Ziel auf dem Plan, nämlich Notre Dame. Kann man sich definitiv auch mal angeschaut haben, zumal der Eintritt nichts kostet. Zum Fotografieren sind die Lichtverhältnisse gänzlich ungeeignet, aber schick ist es.

Und auch die Gegend um die Kathedrale herum war einen Besuch und einige Fotos wert. Ganz in der Nähe kann man dann noch Shakespeare & Company besuchen, den wohl coolsten Buchladen überhaupt.

Als es Abend wurde entschieden wir uns für einen ersten Abstecher ins Büroviertel La Défense. Dort gibt es eine Menge großer Gebäude mit viel Glas und für Architekturfotografen an so ziemlich jeder Ecke ein Motiv. Bei den Nachtaufnahmen bekam ich leider nicht allzu viel hin. Am Tag darauf fuhr ich am Vormittag unter blauem Himmel noch einmal nach La Défense und verbrachte dort vier fotoreiche Stunden. Und die Ergebnisse gibt’s beim nächsten Mal.

Paris | Part 1

Da sitzt man Sonntagabend vor der halb gepackten Reisetasche, bereit die letzten Vorbereitungen zu treffen, als das Handy mit einem leisen >>Pling<< eine neue Mail ankündigt. Nichts wichtiges erwartend öffnet man die Google-Mail-App, die Nachricht stammt von der Lufthansa. Your flight has been cancelled.

Ja, schöne Neuigkeiten. Und vor allem so zeitnah. Kurz bevor man eigentlich pennen gehen wollte, um den Flug nicht noch zu verpassen. Aber nun hieß es für meine Freundin und mich: Daueranrufe auf den drei Servicenummern der Lufthansa absetzen, die natürlich alle permanent belegt waren. Das Sicherheitspersonal am Düsseldorfer Flughafen legt die Arbeit nieder und unzählige Flüge werden betroffen sein, also rufen etliche Menschen gleichzeitig dort an. Konnte also dauern. Es war mir mittlerweile schon ziemlich egal, wie – doch Hauptsache ich würde am nächsten Tag irgendwie in Paris ankommen. Und wenn es zehn Stunden Zugfahrt sind, hey, das kann auch lustig sein! Doch egal wie oft man es versuchte, man bekam doch wieder nur aggressionsinduzierende Bandansagen zu hören. Bis wir eine vierte Rufnummer fanden und sofort durchgestellt wurden. Normalerweise wäre das schon genug Glück für einen Tag, doch der freundliche Mensch am Ende dieser Leitung konnte uns sofort umbuchen und so flogen wir eben über Frankfurt. Auch gut!

An den ersten beiden Tagen unseres Ausflugs zeigte sich Paris ziemlich verregnet. Und nicht in einer Art, der man noch eine gewisse Ästhetik zugute kommen lassen kann, eher als kleine, nervtötende Sprenkler. Aber für zwei Tage geht das schon mal. Paris ist ja auch im Regen noch sehr schön anzusehen. Wir zogen ein wenig durch die Straßen und Galerien und machten auch ein paar Fotos dabei. Sicher hätte das mit Sonnenschein alles noch schöner ausgesehen, aber… egal, Paris halt! <3

Ich fand ja so ziemlich alle Pariser Gebäude schön und auch ihr fast schon einheitliches Farbschema ist ziemlich reizvoll, doch die architektonischen Highlights der ersten zwei Tage lagen woanders. Und zwar einmal in der wahrlich beeindruckenden Kuppel des Galeries Lafayette. So überfüllt es auch ist und übertrieben vollgepackt mit Artikeln, deren Preise ich mir lieber gar nicht ansehen wollte – das Ding fetzt schon. Natürlich kannte ich es bereits von einigen Fotos, wenn man aber nun selbst da steht ist es immer noch was ganz anderes.
Auch sehr gut gefiel mir das (weitaus kleinere) Dach der Galerie Colbert. Das musste ich jedoch ein bisschen mehr bearbeiten weil es mir zu viele störende Elemente besitzt (und weiß ist es auch nicht).

Die Wettervorhersage für den nächsten Tag prognostizierte gutes und tatsächlich gab es einen Sonnenaufgang zu sehen, den wir ganz klischeekonform am Eiffelturm verbrachten. Fotos davon beim nächsten Mal!

Frühling!

Gestern sah es ziemlich nach Frühling aus. Vielleicht ist das ein wenig voreilig, doch genügen wenige Sonnenstunden nach
langen, grau-verhangenen Wochen, um schnell mal euphorisch zu werden. Die Motivation zum Fotografieren war jedenfalls gegeben. Und da ich es spaßeshalber jedes Jahr mache, ging ich auch diesmal wieder los, auf der Suche nach erdnahen Frühlingsboten in Form von Krokussen und Winterlingen. Das isz zwar nicht besonders anspruchsvoll, aber quasi Tradition. Oder so. Außerdem war das Licht schön. Darum sind da auch noch drei Fotos die nicht so ganz nach Frühling aussehen. Vielleicht mache ich noch eine Tour in dieser Richtung, doch zunächst bin ich in den folgenden zwei Wochen mal urlaubsmäßig unterwegs und fotografiere da ganz andere, schöne Dinge.

Weiß und kalt

Ich sollte öfter Dinge über Hermes geliefert bekommen. Die kommen so schön früh und wecken mich dann, sodass ganz viel Zeit bleibt für sinnvolle Dinge, wie Lernen oder die alten Splinter Cell-Teile zu spielen. Ich mein, vier Spiele für sieben Euro? Da kann man schlecht Nein sagen. Nachdem der Hermes-Bote also vor etwa einer Woche klingelte, schaute ich aus dem Fenster und war teilweise angenehm überrascht von der erneuten Schneedecke, unter der sich Dresden befand. Aber halt auch nur teilweise. Immerhin erinnerte mich das an ein paar Schneefotos, die ich hier noch zeigen wollte. Und heute soll der Tag sein, an dem ich das endlich auch wirklich mal mache. Einige davon sind bereits über einen Monat alt. Eigentlich schlimm.

Das sind jedenfalls Fotos aus zwei Touren einfach mal zusammengewürfelt. Die erste vom 13. Januar, was glaube ich ein Sonntag war und mich durch Dresden-Leubnitz führte und die zweite vom 26. Januar, als ich mich spontan dazu entschloss, mal zum Morgengrauen das Blaue Wunder zu besuchen. Wo ich dann zum geringen Maße des Entsetzens, das bei solchen Temperaturen noch möglich war, feststellen durfte, dass die Akkus nicht geladen waren. Aber ein bisschen was ist dann unter Hoffen und Frieren und leisen Flüchen doch noch zustande gekommen. Und jetzt reicht es so langsam ja auch mit dem Winter.